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Bundesnetzwerk Europaschule
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Verleihung Europaschulpreis 2012

Herr Prof. Olbertz, Frau Lacotta-Just, Herr Genscher, Herr Westerwelle, Herr Becker (v.l.n.r.)

Im Rahmen einer stimmungsvollen und sehr gelungenen Festveranstaltung im Senatssaal der Humboldt Universität zu Berlin erhielt Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister und Vizekanzler a.D. der Bundesrepublik Deutschland, am 19. Oktober 2012 den „Europaschulpreis 2012“ für seine Verdienste um ein friedliches, vereintes Europa. Der „Europa-Schulpreis“ wird zweijährlich an Persönlich­keiten verliehen, die sich in herausragender Weise für ein vereintes Europa verdient gemacht haben.

Herr Minister Genscher ist nicht nur der Dienstälteste Außenminister in Europa, sondern für die Europa-Schülerinnen und Europa-Schüler eine der herausragenden Persönlichkeiten in Deutschland, in Europa und der Welt, die für ein friedliches, harmonisches Europa ein ganzes Leben lang gewirkt haben. Herr Genscher vermag es in seinem hohen Alter immer noch Menschen aller Generationen in faszinierender Weise von der Notwendigkeit eines vereinten Europa zu begeistern.

Gerade in der aktuellen Situation ist Herr Minister Genscher für junge Menschen ein „Vorbild-Europäer“ ohnegleichen und für ihre Werteorientierung wichtiger denn je.

Das „Bundesnetzwerk Europaschule“ e. V., der freiwillige Zusammenschluss von Personen, Schulen, Vertreterinnen und Vertretern der Kultusministerien sowie weitere Unterstützer und Förderer, sieht sein Ziel, Schülerinnen und Schüler auf ein Leben im gemeinsamen Haus EUROPA vorzubereiten, in einmaliger Weise durch das lebenslange Wirken von Herrn Minister Genscher gestärkt. Das „Bundes­netzwerk Europaschule“ e.V. dankt und ehrt mit dem „Europaschulpreis 2012“ Herrn Minister a. D. Hans-Dietrich Genscher für seinen unermüdlichen, beispielhaften Einsatz für ein wiedervereintes Deutschland in einem vereinten Europa.

Nach Begrüßung durch die Vorsitzende des Netzwerks, Frau Lacotta-Just, überreichte der stellvertretende Vorsitzende, Herr Becker, den Europaschulpreis 2012 an Herrn Genscher. Die Festrede hielt der Bundesminister des Auswärtigen, Herr Dr. Guido Westerwelle, die Laudatio der Präsident der Humboldt Universität, Herr Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Hans-Dietrich Genscher ist in seinem bis heute andauernden Wirken für Europa eine politische Persönlichkeit, die für junge Menschen ein bleibendes Vorbild ist. Seine Dankesworte nach der Preisverleihung waren ein eindrucksvolles Bekenntnis zu Europa. In Anlehnung an die Schriftstellerin Christa Wolf mahnte Genscher, dass jeder Krieg und jeder Vor-Krieg mit Feindbildern und Vorurteilen im Kopf beginne. Er machte ebenso wie Bundesaußenminister Dr. Westerwelle deutlich, dass die Arbeit der Europa­schulen an dieser entscheidenden Stelle ansetzt. Europaschulen sorgen für Begegnung, Kommunikation und interkulturellen Austausch. Denn Freunde führen keine militärischen Auseinandersetzungen, sondern sprechen miteinander. Deshalb ist die Europäische Dimension in der Erziehung, wie sie an den Europaschulen vermittelt wird, von besonderer Bedeutung und darf als wichtiger Beitrag zum Friedensprojekt Europäische Union gewertet werden. Der Friedensnobelpreis erkennt den Beitrag der Europäischen Union zur Friedenssicherung in Europa und über dessen Grenzen hinaus an. Sowohl Hans-Dietrich Genscher als auch Herr Dr. Westerwelle bedankten sich bei den Europaschulen und beim Bundes Netzwerk der Europaschulen für den wertvollen Beitrag, den unsere Schulen zum Gelingen des Friedensprojekts Europa leisten.

An dieser Stelle gilt es allen zu danken, die diese Preisverleihung möglich gemacht haben. Allen voran natürlich dem Preisträger Herrn Hans-Dietrich Genscher und den Laudatoren Herrn Dr. Westerwelle und Herrn Prof. Olbertz. Besondere Erwähnung verdienen auch die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der drei beteiligten Europaschulen. Die musikalischen Beiträge der Grundschule „Am Gutspark“ Falkensee, des Schillergymnasiums Charlottenburg und der Robert Jungk Gesamtschule verliehen der Veranstaltung einen schwungvollen und festlichen Rahmen. Besonderer Dank gilt auch Herrn Verwaltungsdirektor Dr. André Dyrna und dem Klinikum Dessau, ohne dessen Engagement diese Veranstaltung nicht zu realisieren gewesen wäre.

Abschließend ist es mir ein persönliches Anliegen, unserer Vorsitzenden, Frau Carola Lacotta-Just, im Namen des Bundes-Netzwerk der Europaschulen für die Organisation der Verleihung des „Europaschulpreises 2012“ zu danken. Wäre Frau Lacotta-Just in Anerkennung ihres  Einsatzes für den Europäischen Gedanken nicht bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden, so müsste sie es jetzt für ihr unendliches und sehr erfolgreiches Engagement erhalten.

 

Christoph Becker

Stellvertretender Vorsitzender

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