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Bundesnetzwerk Europaschule
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„Europaschulpreis 2010“

EU-Pries
Kultusminister in Sachsen-Anh. von 2002-2010

Das Bundesnetzwerk Europaschule e. V. hat am Freitag, 29.10.2010, den
„Europaschulpreis 2010“
Herrn Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Präsident der Humboldt-Universität Berlin
verliehen.

In einem Festakt in der Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt, ist der Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, von der Vorsitzenden des „BNW Europaschule e. V.“, Carola Lakotta-Just, übergeben worden.

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Verschiedenes/Bildergalerie/Preis.jpgDas Wirken des Preisträgers wurde in Anwesenheit von nahezu einhundertundfünfzig Gästen aus
Politik, Wirtschaft, Ministerien und vor allem Vertreterinnen und Vertretern von Europaschulen aus 12 Bundesländern mannigfaltig gewürdigt.
In der Begründung für die Preisverleihung hieß es u. a.:
„Prof. Dr. Olbertz, selbst überzeugter Europäer, hat in seiner Amtszeit als Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt von 2002 bis 2008 mit großem Einsatz die Idee „der europäischen Bildung, des kulturellen Austausches und der gelebten Integration als schulischer Alltag“ befördert. Das Label „Europaschule“ als Auszeichnung für Schulen aller Schularten, die in ihrem Engagement für das friedliche Miteinander junger Menschen in Europa beispielgebend sind, ist mittlerweile in vielen Bundesländern zur Selbstverständlichkeit geworden.

Dem Preisträger ist es maßgeblich zu verdanken, dass aus diesem „Nebeneinander“ ein bundesweites „Miteinander“ geworden ist. Seiner Initiative und seiner Beharrlichkeit ist es zuzuschreiben, dass die Kultusministerkonferenz eine Empfehlung für alle Bundesländer entwickeln ließ, in der die Kriterien für die Arbeit von „Europaschulen“ festgehalten sind. Diese Kriterien sind darüber hinaus zur Grundlage für die Einführung des Labels in verschiedenen Bundesländern geworden.“

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild02.JPGDer Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Matthias Petschke, machte in seiner Laudatio nicht nur die Rolle des Preisträgers noch einmal sehr deutlich, sondern nutzte die Gelegenheit, über die Bedeutung eines grenzüberschreitenden, weltoffenen Bildungssystem nachzudenken. Interkulturelle Kompetenz sei die Basis auf der ein „europäisches Gebäude“ errichtet werden könne, welches dann „Gewicht auf der Weltbühne“ hätte. Da bereits Humboldt mit den Worten gewarnt hätte: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie gesehen haben.“, riet Matthias Petschke der Politik, gerade an dieser Stelle zu investieren, denn Internationalität sei die wichtigste Investition für die Zukunft. „Europa harrt bildungsmäßig noch seiner Entdeckung. Aber europäisch gedachte und europäisch gelebte Schulen bahnen sich ihren Weg.“ schloss er hoffnungsvoll seine Rede.

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild03.JPGAuch Carola Lakotta-Just wies in ihren Begrüßungsworten darauf hin, dass das Ziel eine „Schule ohne Grenzen“ sein müsse. Sie bezog es auf die grenzüberschreitenden Inhalte genauso wie auf das grenzüberschreitende Handeln aller im System Schule zusammenwirkenden Personen.
In weiteren Grußworten wurde der Grundgedanke „Europa muss zusammenwachsen und dafür brauchen wir die Jugend und eine zielgerichtete Bildung“ in Variationen aufgenommen.

 

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild04.JPGSo gab der Präsident des Landtags von Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke, allen Europazweiflern sehr pointiert den Rat, sich Soldatenfriedhöfe anzuschauen, um zu begreifen, dass nur durch gelebte Internationalität dauerhaft Frieden gesichert werden könne.
Dr. Horst Schnellhardt, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte, dass der Weg zu Europa nicht über Verordnungen und Gesetze, sondern über die Bürger gehe. Sie müssten es annehmen. Obwohl „wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen“, sah er die Arbeit des Bundesnetzwerkes als den richtigen Weg, die Lücken mit Hilfe der Jugend zu schließen.

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild05.JPGBotschaftsrat Ms. Charles Malinas übermittelte die Grüße und Glückwünsche der französischen Botschaft. Er sieht die deutsch-französische Zusammenarbeit als unverzichtbar für Europa und hofft, dass auch in Deutschland der in Frankreich weitaus umfassendere Begriff „Kultur“ sich zum Wohle aller verbreitet.
tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild06.JPGDas Thema Frieden sichern durch gegenseitiges Wahrnehmen war auch die Botschaft von Frau Agnieszka Walter-Drop, stellv. Leiterin der polnischen Botschaft in Berlin. Früher hätte Unkenntnis zu Feindschaft geführt. Heute seien alle Wege offen, man müsse sie aber auch beschreiten. Kennen hieße zu akzeptieren und festzustellen, das „anders“ nicht immer „fremd“ bedeuten müsse. Jan-Hendrik Olbertz hätte schon früh verstanden, dass man auf der Suche nach der eigenen Identität nicht den Nachbarn vergessen dürfe. Der Blick durch die Augen des Nachbarn könnte uns helfen, uns selbst zu finden. Dieser Idee müsse man sich öffnen und aus ihrer Sicht täten das insbesondere die Europaschulen schon in besonderem Maße.

tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild07.JPGProf. Dr. Jan-Hendrik Olbertz ging in seinen abschließenden Worten noch einmal kurz auf die aus seiner Sicht wichtigsten Grundlagen für ein gemeinsames, friedliches Europa ein. Er stellte die Geschichte und ein geordnetes Wissen darum in den Mittelpunkt. Nur auf dieser Basis könne Achtung und Verständnis füreinander erwachsen, könne ein selbstverständlicher und vorurteilsfreier Umgang miteinander gepflegt werden. Er betonte ausdrücklich, dass es nicht um die Aufgabe des Eigenen gehe, sondern dass gerade in der Vielfalt die Chance für das Ganze läge. „Nur wer die eigenen Wurzeln nicht kennt, wird fremde als Bedrohung sehen.“ fügte er zur Verdeutlichung hinzu.



Der festliche Rahmen der Veranstaltung wurde unterstützt und ergänzt durch ausgezeichnete musikalische Darbietungen.
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Eine Gruppe der „Staatlichen Europa-Schule Berlin“ (Grundschule) eröffnete mit „fetzigen“ südamerikanischen Rhythmen – gespielt, gesungen und getanzt.tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild09.JPG
Die Preisträgerinnen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“, Ada Maria Schwengebecher und Maria Grozdezkaja von der Europaschule „Latina August Hermann Francke“ aus Halle, schmeichelten den Ohren mit hochklassiger Streichmusik.
tl_files/Bundesnetzwerk Europaschule/Aktivitaeten/Europaschulpreis2010/bild10.JPGDer stimmgewaltige Chor der Europaschule „Helmholtz- Gymnasium“ aus Potsdam rundete das musikalische Programm mit einem amüsanten Ritt durch europäische „Folklore“ in z. T. neu entdeckter und arrangierter Form ab. Am Rande der Veranstaltung wurde die Zeit ausgiebig genutzt für regen Austausch über Schule, Europa und die Welt.

 

 

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